Rehabilitation nach einer COVID-19 / CORONA Infektion – Rehaklinik am Meer

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Rehabilitation COVID-19 / CORONA
Genesen, noch nicht gesund!

Obwohl die COVID-19 / CORONA-Pandemie noch nicht überstanden ist, zeigen sich schon jetzt bei ca. 10-20 % der infizierten und genesenen Menschen Langzeitfolgen. Die akute Phase, in der sie infektiös waren und Symptome, wie Fieber, Luftnot, oder Kopf- und Gliederschmerzen hatten, ist zwar vorbei. Allerdings sind sie nicht gesund, denn das würde bedeuten, sie wären komplett symptomfrei. Das sind diese Menschen aber leider nicht! Häufig ist dann eine Rehabilitation in einer Fachklinik (Covid-19 / Corona) erforderlich.

Noch ist wenig über diese COVID-19 / CORONA-Langzeitfolgen bekannt, denn das Virus ist neu und so kann es aussagekräftige Studien noch nicht geben. Aber die Betroffenen selbst haben den Beschwerden schon Namen gegeben: Sie bezeichnen ihren Zustand als „LONG-COVID“ oder „Post-Covid-Syndrom“. Diese Bezeichnungen wurden auch von der Wissenschaft übernommen.

Prof. Dr. Wolfgang Galetke (Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Klinik für Pneumologie | VAMED Klinik Hagen-Ambrock) beschreibt LONG-COVID als „Den Zustand nach einer überstandenen COVID-19 / CORONA-Erkrankung, der durch fortbestehende Symptome gekennzeichnet ist. Erkrankungen der Lunge, des Nervensystems, der Blutgefäße oder der Muskulatur zählen zu den häufigsten Langzeitfolgen.“

LONG-COVID Symptome
und Behandlungsoptionen

Das Virus ist nicht mehr nachweisbar. Trotzdem zeigen sich im späteren Verlauf diverse Folgeerkrankungen. In einem Artikel im Helios Magazin (30.12.2020) erklärt Prof. Dr. Wolfgang Galetke die zurzeit bekannten Symptome. In Anlehnung daran möchten wir die für die Rehabilitation in der Nordseeklinik Westfalen behandelbaren LONG-COVID Symptome beschreiben

Eingeschränkte Lungenfunktion

„Am häufigsten beobachten wir pulmonale Spätfolgen, da vor allem die Lunge betroffen ist. In Röntgenbildern sehen wir nach einer COVID-19-Erkrankung oft narbige Veränderungen des Lungengewebes, von denen wir heute noch nicht wissen, ob sie jemals wieder verschwinden werden. Dies betrifft vor allem Patienten, die beatmet werden mussten“, so Prof. Dr. Wolfgang Galetke.

Patienten, die beatmet wurden, aber auch Erkrankte mit einer Lungenentzündung in Folge von COVID-19 leiden in der Regel unter Belastungsluftnot, eingeschränkter Leistungsfähigkeit, Kurzatmigkeit beim Sport oder anhaltendem Husten. Genesene zeigen oft ein reduziertes Lungenvolumen.

Chronische Müdigkeit - „Fatigue-Syndrom“

Fatigue ist die medizinische Bezeichnung für chronische Müdigkeit. Sie ist bereits von anderen Erkrankungen bekannt. Fatigue tritt als Begleiterscheinung bei chronischen Erkrankungen, wie Krebs, Rheuma und Aids sein oder in Folge einer Chemotherapie auf.

„Betroffene klagen über Antriebslosigkeit, Schlafstörungen, fehlende körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie einen verschobenen Tag-Nacht-Rhythmus“, so Prof. Galetke.

Im Zusammenhang mit der COVID-19-Infektion wird vermutet, dass nicht das Virus selbst zum Fatigue-Syndrom führt, sondern eine vom Virus hervorgerufene Entzündungsreaktion. Dabei kommt es zu einer Ausschüttung von Entzündungsstoffen im Körper, die länger anhaltende entzündliche Veränderungen in praktisch allen Organen hervorrufen können. Obwohl der Mensch schon genesen ist, scheint im Körper immer noch eine Entzündung zu schwelen.

Bislang ist das Erschöpfungssyndrom wenig erforscht, sodass Ärzte nicht genau wissen, was genau im Körper passiert und welche COVID-19 spielt.

Bei der CORONACH®-Rehabilitation profitiert die Nordseeklinik Westfalen von der Erfahrung und Expertise der Schwesterklinik, Nordseeklinik Sonneneck, die jahrzentelang onkologisch/hämatologische Patienten mit ähnlichen Symptomen erfolgreich behandelt.

Psychische Komponenten mit Sorgen & Ängsten

„Einige unserer Patienten haben die Sorge, ob sie jemals wieder ihre volle körperliche oder geistige Fähigkeit erreichen werden können oder ob Langzeitfolgen bleiben. Hinzukommt Angst um den Beruf – gerade auch bei langen Krankheitsverläufen. Vielen Patienten hilft es schon, wenn sie die Erlebnisse und die Erinnerungen an ihre CORONA-Erkrankung mit jemanden teilen und besprechen können“, so Prof. Galetke.

In der Akutphase der Erkrankung liegt der Fokus darauf die Patienten so zu behandeln, dass Folgeschäden möglichst vermieden werden. Für Patienten mit anhaltenden Symptomen empfiehlt sich nach der Akutbehandlung eine stationäre Rehabilitation.

Themenbezogene Gesprächsgruppen, bedarfsweise ergänzt durch Einzelcoachings können hier zur Verarbeitung des Erlebten und zur psychischen Gesundung beitragen.

Gemeinsames Ziel  ist, mit unserer CORONACH®-Rehabilitation immer den vollen körperlichen und geistigen Gesundheitszustand zu erreichen und aufrecht zu erhalten, sowie nachhaltig die Lebensqualität zu steigern.

Nerven- und Muskelschwäche

Gerade nach einer längeren intensivmedizinischen Behandlung weisen Patienten eine typische Nerven- und Muskelschwäche auf, die als „Critical Illness“-Neuropathie beziehungsweise Myopathie bezeichnet wird. Intensivmediziner kennen diese Schwäche bereits von anderen Krankheitsbildern mit Langzeitbeatmeten. Der entscheidende Faktor ist hier also nicht die Sars-CoV-2-Infektion, sondern die Langzeitbeatmung.

Bei leicht und mittelschwer Erkrankten zeigen sich durch die langanhaltende Pandemiephase, auch vor und nach der eigentlichen Erkrankung durch die eingeschränkten Bewegungs- und Sportmöglichkeiten ebenso Rückbildungen der Muskulatur.

Generell ist es hier wichtig, mit einem gesunden Maß und einem langsamen Trainingsanstieg wieder zu einer aktiven und gesunden Lebensführung zurückzukehren. Professionell begleitet durch Sport- und Bewegungstherapeuten und ergänzend durch das Wissen der Ernährungsexperten fällt das leichter und eine gesunde Lebensführung ist schneller wieder zu erreichen.

Neurologische Einschränkungen

Ein zahlreich auftretendes Symptom bei COVID-19 ist der Verlust des Geschmacks- und Geruchssinns. Diese Begleiterscheinung bleibt bei einigen Patienten noch über Wochen und Monate bestehen.

Diese Störungen treten meist als erstes Symptom auf und auch sehr oft bei milden Verläufen. Es wird angenommen, dass das Virus direkt das Geruchssystem befällt und Neuronen absterben. Eine Neubildung kann mehrere Monate dauern. Beim Geschmackssinn werden Hautzellen zusätzlich betroffen, welche sich allerdings alle 14 Tage erneuern.

Wichtig ist es in diesem Zusammenhang zu wissen, dass während der Erneuerungsphase der Neuronen der Betroffene zwar wieder riecht, aber die Duftstoffe falsch interpretiert werden. Teils empfinden Betroffene Lebensmittel als geruchs- und geschmackslos (Anosmie), oder erlebt andere Gerüche als erwartet (Parosmie). Erschwerend hinzu kommt, dass oft unangenehme Geruchswahrnehmungen an die Stelle des tatsächlichen Geruchs treten (Benzin, Abfluss, Fäkalien), was den Genuss beim Essen nachvollziehbar belastet.

Die Ernährungstherapeutinnen der Nordseeklinik Westfalen haben hierfür ein tägliches Sinnestraining entwickelt, bei dem neue Verschaltungen im Gehirn gebildet werden. Dieses Sinnestraining beschleunigt die Wiederherstellung des Geruchs- und Geschmacksystems nachweislich.

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für COVID-19 Patienten

Unser COVID-19 / CORONA Behandlungsprogramm, die CORONACH® – Rehabilitation, basiert auf unserer langjährigen Expertise und Erfahrungen aus der Behandlung von multiplen Krankheitsbildern der Lungenheilkunde.

Zudem konnten wir in den vergangenen Monaten mit Betroffenen wertvolle Erfahrungen sammeln, die uns ein umfassendes Bild der LONG-COVID Symptome geben konnten. Zusammen mit unseren Patienten haben wir auf diese Weise beeindruckende Fortschritte auf dem Weg zur Gesundung erzielen können.

Weitere aktuelle Erkenntnisse und neue wissenschaftliche Ergebnisse zu LONG-COVID werden permanent in die CORONACH®-Rehabilitation implementiert.

Behandlungsmethoden

bei COVID-19 / CORONA Folgeerkrankungen
Ablauf der CORONACH® – Rehabilitation
Nutzung aller Expertenkompetenzen

Im Nachfolgendem möchten wir Ihnen auszugweise einen Eindruck verschaffen, welche Behandlungsoptionen wir bei COVID-19 / CORONA -Folgeerkrankungen in unserer CORONACH® – Rehabilitation bereit halten, um individuell auf die einzelnen Bedürfnisse unserer Patienten eingehen zu können:

Grundsätzlich erfolgt zu Beginn im Rahmen des ärztlichen Aufnahmegesprächs die Festlegung der medizinisch/therapeutischen Interventionen und der notwendigen diagnostischen Schwerpunkte. Basierend darauf folgt die Zuweisung zu unseren PRÄGRESS®-Therapiesäulen.

Die PRÄGRESS®-Therapiesäulen

die vier Therapiesäulen bei COVID-19 / CORONA der Nordseeklinik Westfalen Rehabilitation COVID-19 / CORONA
MEDIZIN

Hochwertige diagnostische Ausstattung

Die hochwertige apparative Ausstattung unserer Klinik ermöglicht eine differenzierte Diagnostik und ergänzt bedarfsweise unser Therapiespektrum. Folgende Untersuchungen können in unserer Klinik durchgeführt werden:

    • Lungenfunktiondiagnostik
    • Messung der Diffusionskapazität
    • Bio-Impedanz-Analyse (Messung des körperlichen Zustand, der Zellgesundheit und weiterer Parameter)
    • 6-Minuten Gehtest
    • Blutgasanalyse unter Belastung
    • EKG und Belastungs-EKG
    • Langzeit-EKG und Langzeitblutdruckmessung
    • Gefäß-Dopplersonografie
    • Echokardiographie mit farbcodierter Duplexsonografie
    • Spirometrie
    • Spiroergometrie
    • Atemarbeit
    • Capnometrie
    • Impuls-Oszillometrie (IOS)
    • Allergietests, Provokationstest für Allergiker
    • Schlafmedizinische Untersuchungen
    • Endoskopie mit externen Kooperationspartnern
    • Klinisches Labor

 

BEWEGUNG (Bewegungs-, Physio- & Atemphysiotherapie)

Behandlungsoptionen:

    • Screening
    • PRÄGRESS® Coaching Physio mit wingwave®
    • Atemtherapie am Strand
    • Thorax-Mobilisation
    • Muskelaufbau mit dem Theraband
    • Walking & Nordic-Walking
    • PRÄGRESS®-Yoga
    • Inhalation am Flutsaum
    • Progressive Muskelentspannung
    • Medizinische Trainingstherapie
    • Sensomotorik-Gruppe
    • Koordinationsschulung
    • Senfmehlbäder
    • Hydrojet
    • Vibrationstraining
    • Qi Gong
ERNÄHRUNG (Ernährungstherapie, Geruchs-/Geschmackstraining)

Behandlungsoptionen:

    • Screening
    • PRÄGRESS® Coaching Ernährung mit wingwave®
    • Bioelektrische-Impedanz-Analyse Auswertungsgespräch
    • ggf. individuelles ernährungstherapeutisches Einzelgespräch
    • Ernährung bei Lungenerkrankungen
    • Individuelle ernährungstherapeutische Schulungen
    • Geruchs- und Geschmackstraining
    • Bei Bedarf Sonderkostformen
MENTALES (Psychologie & Coaching)

Behandlungsoptionen:

    • COVID-19 Fragebogen
    • Leben nach COVID-19, Gruppe
    • Kognitives Training
    • Angstfreitraining
    • Gesunder Schlaf, Schulung
    • Achtsamkeitstraining
    • PRÄGRESS® Entspannung
    • Individuelle psychologische Diagnostik
    • Bei Bedarf: PRÄGRESS® RAUCHFREI!
    • PRÄGRESS® Coaching Resilienz mit wingwave®

 

Therapieziele

    • Ihr Wissen über die Erkrankung zu erhöhen, Ihre Kompetenz im Umgang und zur Milderung der Krankheitsfolgen auszubauen und mögliche Erleichterungen zu adaptieren
    • die Folgestörungen Ihrer Erkrankung zu verringern
    • Ihre körperliche Belastbarkeit zu verbessern
    • Ihre Beschwerden zu lindern und Ihren allgemeinen Gesundheitszustand bestmöglich wiederherzustellen
    • Begleiterkrankungen zu behandeln bzw. zu verhindern
    • mentale Strategien für einen kompetenten Umgang mit der Erkrankung und dem Erlebten zu vermitteln
    • Ihre Selbstverantwortung zu stärken
    • eine möglichst hohe Lebensqualität für Sie nachhaltig zu sichern

Allen unseren Patienten wollen wir so neuen Lebensmut und Lebensfreude vermitteln.

Auf der Insel Föhr - ein geschütztes Terrain

Auf der Insel Föhr – ein geschütztes Terrain um
Atem zu schöpfen und Energie zu gewinnen

Unser gemeinsames primäres Ziel ist, Ihnen zu ermöglichen frische Atemluft zu schöpfen, die Folgen der COVID-19-Erkrankung zu lindern und mit neu gewonnener Energie wieder in ihr selbstbestimmtes, aktives Leben, mit voller Leistungsfähigkeit in den Alltag zurückzukehren.

Die wunderschöne Nordseeinsel Föhr bietet ergänzend dazu mit ihrem besonders für die Atemwege gesunden
Pfeil hellblau  Reizklima ideale Bedingungen um die Wirksamkeit unserer umfassenden Therapieangebote zu erhöhen. Der Aufenthalt in der einzigartigen Umgebung der Klinik und in Natur der Insel bietet zusätzlich viele Anker, um Erlebtes zu verarbeiten und frisch gestärkt in die Zukunft zu blicken.

Ungeahnte Perspektiven durch körperliche Reaktivierung

Ungeahnte Perspektiven durch körperliche Reaktivierung

Insbesondere für COVID-19 hat unser pneumologisches Team neue und hoch spezialisierte Therapiekonzepte entwickelt. Diese sind zum Teil in sehr intensiver Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitätskliniken sowie ärztlichen und therapeutischen Experten erarbeitet worden. Wir wollen bei allen, aber besonders auch bei stark beeinträchtigten Patienten die oft bestehende Resignation und Hoffnungslosigkeit durch neu erarbeitete Perspektiven ersetzen. Perspektiven, die Sie als Patienten mit uns durch die Aktivierung sinnvoller Optionen in den Säulen Medizin, Bewegungs-, Sport & Atemtherapie, Ernährungstherapie und Psychologie & Coaching für sich selbst entwickeln!

⇓ Ihre Ansprechpartner - Beratung, Anmeldung und Aufnahme

Mitarbeiter in der Verwaltung der Nordseeklinik Westfalen
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Nordseeklinik Westfalen
Sandwall 25-27
25938 Wyk auf Föhr
Tel.: +49 (0) 46 81 599-0
Fax: +49 (0) 46 81 599-499

E-Mail:
Verwaltung@
Nordseeklinik.online

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Patientenaufnahme:
Tel.: +49 (0) 46 81 599-486
Tel.: +49 (0) 46 81 599-494

Klinik-Broschüre:
Hier Downloaden

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